Ich schreibe über's Lesen

Auf meinem Blog schreibe ich über die Heldinnen unserer Lieblingsbücher — über Altes und Modernes. Du bist herzlich eingeladen, zu kommentieren. Ich freue mich darauf, von dir zu hören!

— Sina Fricke
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Warum wir Romanheldinnen bewundern und uns selbst klein machen

Kennst du auch diese Tage, an denen du nach der Arbeit, voll von all den anderen Menschen, ihren Geräuschen, Fragen, Bitten und Anforderungen nach Hause kommst und statt Entspannung erwartet dich der volle Geschirrspüler, der krümelige Küchenboden und ein leer gähnender Kühlschrank? Auf deinem Handy fünf unbeantwortete WhatsApp-Nachrichten, deine Familie in Warteposition – denn jetzt sind sie doch dran ein Stück von dir abzubekommen?  Ständig, ach was, jederzeit ist da jemand, der oder die an dir zieht, zerrt und einfordert. Manchmal auch bittet – meist steckt schließlich keine böse Absicht dahinter. Und du?  Du schlitterst von einem To-Do zum nächsten, abgehetzt, müde, ausgesaugt. Du kommst Bitten nach, springst hilfsbereit ein, wann immer nötig und liest den Menschen in deinem Umfeld ihre Wünsche schon von den Augen ab, da haben diese nicht mal den Gedanken zu Ende formuliert. Stattdessen würdest du viel lieber mit einer Tasse Pfefferminztee und deinem neuen Buch eingekuschelt auf dem Sofa sitzen? Endlich deinen Vorsatz wahr machen und den Pole-Tanz-Kurs besuchen? Mit deiner Freundin zum Spinning gehen oder zumindest mal wieder die Laufschuhe anziehen und einfach raus, raus, raus? Aber nichts davon tritt ein, denn: Du hast keine Zeit. Du bist müde vom Funktionieren, vom Dasein. Du

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Elizabeth Bennet und Selbstwert: 3 psychologische Wahrheiten aus Stolz und Vorurteil

Was macht Elizabeth Bennet bis heute zu einer der inspirierendsten Romanfiguren der Literaturgeschichte?In Stolz und Vorurteil von Jane Austen begegnen wir einer jungen Frau, die ihren Selbstwert nicht verhandelt – weder aus gesellschaftlichem Druck noch aus Angst vor Ablehnung. Elizabeth sagt Nein, wenn es ihrem Glück dient. Sie verteidigt ihren Stolz, ohne sich zu rechtfertigen. Und sie erlaubt sich Selbstachtung, selbst dort, wo Frauen ihrer Zeit sie nicht haben sollten.Dieser Beitrag wirft einen psychologischen Blick auf Elizabeth Bennets Selbstwert und zeigt drei zeitlose Wahrheiten über Stolz, Selbstliebe und innere Autorität – Wahrheiten, die gerade heute relevanter sind denn je. Wahrheit Nummer 1: Stolz ist keine schlechte Eigenschaft Bereits zu Beginn von Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“ kriegen wir als Leserinnen eine pointierte Kernaussage zum Unterschied zwischen Stolz und Eitelkeit, die sich durch den restlichen Verlauf der Geschichte zieht: „Stolz und Eitelkeit sind zwei verschiedene Dinge, obwohl man die Begriffe oft synonym verwendet. Man kann stolz sein, ohne eitel zu sein. Stolz bezieht sich mehr auf unsere eigene Meinung von uns selbst, die Eitelkeit jedoch auf die Meinung, die wir gern von anderen über uns hätten.“ Mary, Elizabeth jüngere, sehr belesene aber oft übersehene Schwester, gibt in der Diskussion um den begehrten Junggesellen Mr. Darcy diese treffende Definition

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